{"id":18391,"date":"2024-08-22T14:21:34","date_gmt":"2024-08-22T12:21:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alperia.eu\/un-viaggio-elettrizzante\/"},"modified":"2026-07-16T14:18:03","modified_gmt":"2026-07-16T12:18:03","slug":"un-viaggio-elettrizzante-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alp-publicportal-dev-huhnftethfb6arbc.westeurope-01.azurewebsites.net\/de\/un-viaggio-elettrizzante-2\/","title":{"rendered":"Eine elektrisierende Reise"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Blick hinter die Kulissen der Energieverteilung<\/strong><\/p>\n<p>Stellen Sie sich vor, Sie schalten bei sich zu Hause das Licht ein. Einfach, nicht wahr? Doch hinter dieser allt\u00e4glichen Geste verbirgt sich eine komplexe und faszinierende Reise: Die Reise des Stroms von den Wasserkraftwerken bis zu den Steckdosen in unseren H\u00e4usern. In dieser Reportage berichten wir \u00fcber die weitgehend unbekannte Welt der Energieverteilung, ein kompliziertes System, das unerm\u00fcdlich daran arbeitet, unser Leben zu erleuchten und am Laufen zu halten.<\/p>\n<p><strong>Von der Kraft des Wassers bis zu uns nach Hause<\/strong><\/p>\n<p>Die Reise der Energie beginnt in den Wasserkraftwerken von Alperia, wo die Kraft des Wassers in Strom umgewandelt wird. Aber wie kommt die Energie zu uns nach Hause? Nach seiner Erzeugung reist der Strom \u00fcber gro\u00dfe \u00dcbertragungsleitungen, die man auch Energieautobahnen nennen k\u00f6nnte, zu den Umspannwerken. Dort wird die Spannung reduziert, um sie f\u00fcr die Verteilung \u00fcber das Stromnetz geeignet zu machen. Dieser Prozess ist unerl\u00e4sslich, um den Strom sicher und effizient zu unseren Elektroger\u00e4ten zu transportieren.<\/p>\n<p>\u201eEdyna ist der gr\u00f6\u00dfte Stromversorger in S\u00fcdtirol. Wir verwalten ein ausgedehntes Stromnetz, das Produktion und Endverbraucher miteinander verbindet, bauen unsere Infrastruktur st\u00e4ndig aus und suchen nach innovativen L\u00f6sungen, um das System noch intelligenter und effizienter zu gestalten\u201c, erkl\u00e4rt Alessandro Donadello, technischer Direktor von Edyna, einem Unternehmen der Alperia Gruppe.<\/p>\n<p><strong>Prim\u00e4re und sekund\u00e4re Umspannwerke<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Produktion in den Wasserkraftwerken von Alperia wird die Energie in das von Terna verwaltete nationale Transportnetz eingespeist, das sie \u00fcber riesige Hochspannungsleitungen zu den prim\u00e4ren Umspannwerken transportiert \u2013 wir sprechen hier von einer sehr hohen Spannung, im Allgemeinen 380.000 Volt, 220.000 Volt oder 132.000-150.000 Volt. Diese Umspannwerke sind von entscheidender Bedeutung: Sie sind der \u00dcbergangspunkt zwischen dem nationalen Netz und lokalen Verteilern wie Edyna. Hier wird die Spannung auf 66.000 Volt oder 20.000 Volt gesenkt und die Energie kann dann an die sekund\u00e4ren Umspannwerke verteilt werden.<\/p>\n<p>In den sekund\u00e4ren Umspannwerken wird die Spannung weiter gesenkt, bis sie schlie\u00dflich mit 400 Volt bei Unternehmen, Handwerkern, Hotels usw. und mit 230 Volt in unseren H\u00e4usern ankommt, wo sie f\u00fcr die Versorgung von Haushaltsger\u00e4ten und Elektroanlagen genutzt werden kann.<\/p>\n<p>Auf Reisen ist jedoch Vorsicht geboten: Nicht alle L\u00e4nder verwenden die gleiche Haushaltsspannung. In den USA zum Beispiel betr\u00e4gt die Standardspannung 110 Volt, d.h. dass dort unsere Ger\u00e4te nicht funktionieren.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber unseren K\u00f6pfen und unter unseren F\u00fc\u00dfen: Die Stromleitungen<\/strong><\/p>\n<p>Stromleitungen k\u00f6nnen freiliegend, d. h. an Masten aus verschiedenen Materialien befestigt, oder erdverlegt, d. h. unterirdisch verlegt, sein. Jede L\u00f6sung hat ihre Vor- und Nachteile.<\/p>\n<p>Freileitungen sind den Witterungseinfl\u00fcssen und den eventuell daraus resultierenden St\u00f6rungen st\u00e4rker ausgesetzt, doch es ist einfacher, eine St\u00f6rung zu erkennen (sie ist mit blo\u00dfem Auge und ohne den Einsatz von Ger\u00e4ten sichtbar), und es geht normalerweise schneller, diese zu reparieren.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite haben wir die unterirdischen Leitungen, die sicherer und weniger anf\u00e4llig f\u00fcr Witterungseinfl\u00fcsse (umst\u00fcrzende B\u00e4ume, Blitzschlag, Schneefall usw.) sind und keinerlei optische Auswirkungen haben; sie sind jedoch sehr teuer im Bau und die Erkennung und Behebung einer m\u00f6glichen St\u00f6rung dauert l\u00e4nger. Es ist nicht immer m\u00f6glich, sie \u00fcberall zu verlegen, insbesondere in geologisch komplexen Gebieten oder an Orten, an denen Grabungen das k\u00fcnstlerische und arch\u00e4ologische Erbe besch\u00e4digen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>In der Provinz Bozen betreibt Edyna ein 9.348 km langes Stromnetz, von dem 77 % unterirdisch verlegt ist, um die Landschaft zu erhalten und das Netz vor Witterungseinfl\u00fcssen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Fehlersuche, eine Aufgabe f\u00fcr Detektive<\/strong><\/p>\n<p>Auch unterirdische Leitungen k\u00f6nnen St\u00f6rungen aufweisen. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung besteht darin, die genaue Stelle des Problems so schnell wie m\u00f6glich zu finden. Wie wird das gemacht? Edyna verf\u00fcgt \u00fcber spezialisierte Teams, die \u2013 \u00e4hnlich wie FBI-Ermittler \u2013 modernste Ger\u00e4te einsetzen, um den Fehler zu lokalisieren: Zwei mit modernster Messtechnik ausgestattete Suchfahrzeuge erm\u00f6glichen es, die Fehlerstelle genau zu lokalisieren und die Grabungsarbeiten auf ein Minimum zu beschr\u00e4nken, wodurch die Auswirkungen auf die Bev\u00f6lkerung und den Verkehr verringert werden.<\/p>\n<p><strong>Die Organisation der Arbeit zwischen B\u00fcro und Au\u00dfendienst<\/strong><\/p>\n<p>Die Verwaltung eines Stromnetzes erfordert eine gute Koordination zwischen den Mitarbeitenden in den B\u00fcros und den Teams im Au\u00dfendienst; es geht dabei um die Zusammenarbeit von \u00fcber 300 Personen. Die Au\u00dfenteams warten und reparieren die Stromleitungen, w\u00e4hrend die Techniker Investitionen planen, den Energiefluss \u00fcberwachen und auf Notf\u00e4lle reagieren. Die st\u00e4ndige Kommunikation zwischen diesen beiden Abteilungen ist f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung eines zuverl\u00e4ssigen Dienstes unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Eine entscheidende Rolle spielt die Netzleitstelle, die 24 Stunden am Tag, das ganze Jahr \u00fcber, das Hoch- und Mittelspannungsnetz kontinuierlich \u00fcberwacht. Die Netzleitstelle ist f\u00fcr die Aktionen w\u00e4hrend einer geplanten Arbeitst\u00e4tigkeit oder im Falle einer St\u00f6rung zust\u00e4ndig und kann so die Personen vor Ort koordinieren. Neben den Mitarbeitenden der Netzleitstelle gibt es Mitarbeitende im Bereitschaftsdienst; die Schichten decken 8.760 Stunden Bereitschaftsdienst pro Jahr ab, also auch hier 24\/7.<\/p>\n<p>Dank des Einsatzes von TETRA-Funkger\u00e4ten, einer Technologie, die entwickelt wurde, um auch in entlegenen Gebieten eine sichere Kommunikation zu gew\u00e4hrleisten, k\u00f6nnen die Teams, die Netzleitstelle und die Techniker auch dort, wo es keinen Handyempfang gibt, in st\u00e4ndigem Kontakt bleiben.<\/p>\n<p><strong>Die Herausforderungen des Berufs<\/strong><\/p>\n<p>Die Arbeit eines Energieverteilers ist nicht ohne Herausforderungen. St\u00fcrme, Blitze und andere ung\u00fcnstige Witterungsbedingungen k\u00f6nnen Sch\u00e4den an Stromleitungen verursachen und zwingen die Teams dazu, in schwierigen Situationen wie starkem Regen oder gro\u00dfer Hitze sowie an abgelegenen und schwer zug\u00e4nglichen Orten wie in den Bergen oder in l\u00e4ndlichen Gebieten zu arbeiten.<\/p>\n<p>Ein bezeichnendes Beispiel ereignete sich im Dezember 2020, als aufgrund starker Schneef\u00e4lle bis zu 85 Notstromaggregate eingesetzt werden mussten, um die Stromversorgung bis zur vollst\u00e4ndigen Wiederherstellung des Netzes sicherzustellen.<\/p>\n<p><strong>Technologie und Sicherheit: Die Zukunft der Energieverteilung<\/strong><\/p>\n<p>Sicherheit und Effizienz des Netzes haben h\u00f6chste Priorit\u00e4t, und Edyna investiert j\u00e4hrlich \u00fcber 70 Millionen, um diese zu gew\u00e4hrleisten und die Verteilung zu verbessern. Freileitungen werden regelm\u00e4\u00dfig inspiziert, und der Einsatz von Drohnen ist dabei eine interessante Neuheit. Diese werden von Drohnenpiloten geflogen, um den Zustand des Netzes von oben zu \u00fcberwachen, Anomalien schnell zu erkennen und St\u00f6rungen zu verhindern. Edyna hat inzwischen 19 ausgebildete Piloten in seinen Reihen und investiert weiter in diese Technologien.<\/p>\n<p>Parallel dazu ist die Cybersicherheit mit der zunehmenden Automatisierung des Netzes zu einer Priorit\u00e4t geworden. Der Schutz der Infrastruktur vor Cyberangriffen ist von entscheidender Bedeutung, um die Kontinuit\u00e4t der Dienste zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus erm\u00f6glicht die Installation intelligenter Z\u00e4hler eine bessere Datenverwaltung, die eine pr\u00e4zisere Planung und eine detaillierte Analyse des Netzstatus erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p><strong>\u00d6kologische Nachhaltigkeit als vorrangiges Ziel<\/strong><\/p>\n<p>Im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Alperia Gruppe engagiert sich Edyna f\u00fcr ein umweltfreundliches Management seiner Aktivit\u00e4ten. Der Einsatz von Transformatoren mit geringem Energieverlust und geringer L\u00e4rmbelastung sowie die Verwendung von Pflanzen\u00f6l in den Transformatoren (wodurch im Falle eines Transformatorausfalls, bei dessen Reparatur \u00d6l auf den Boden gelangen k\u00f6nnte, die Umweltbelastung erheblich reduziert wird) sind nur einige Beispiele f\u00fcr die Bem\u00fchungen des Unternehmens, die Umweltauswirkungen seiner T\u00e4tigkeit zu verringern.<\/p>\n<p>\u201eWir suchen st\u00e4ndig nach L\u00f6sungen, um Tiere vor dem zuf\u00e4lligen Kontakt mit den Anlagen zu sch\u00fctzen. Dies um sowohl die Tierwelt zu sch\u00fctzen als auch um St\u00f6rungen im Stromnetz zu vermeiden. Strom erzeugt im Allgemeinen W\u00e4rme, und Transformatoren sind gute Orte, um Nester oder Schlafpl\u00e4tze zu bauen\u201c, sagt Alessandro Donadello, der bereits des \u00d6fteren mit Mardern und Vogelnestern konfrontiert wurde.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die Energieverteilung ein komplexer und grundlegender Prozess ist, der st\u00e4ndigen Einsatz und ein hohes Ma\u00df an Professionalit\u00e4t erfordert. Dank der unsichtbaren Arbeit vieler Fachleute gelangt der Strom sicher und kontinuierlich in unsere H\u00e4user, so dass wir unser t\u00e4gliches Leben ohne Unterbrechung leben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Un giorno con Alperia: alla scoperta della distribuzione elettrica\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/o3oiwAzJp24?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Blick hinter die Kulissen der Energieverteilung Stellen Sie sich vor, Sie schalten bei sich zu Hause das Licht ein. Einfach, nicht wahr? Doch hinter dieser allt\u00e4glichen Geste verbirgt sich eine komplexe und faszinierende Reise: Die Reise des Stroms von den Wasserkraftwerken bis zu den Steckdosen in unseren H\u00e4usern. 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